Der Casino-Coup – Wie Ole Kmuns Erfurts Zukunft am Roulettetisch verzocken wollte
Eine exklusive investigative Recherche: Nach wochenlangen verdeckten Ermittlungen gelang es mir, Ole Kmuns' digitale Festung zu knacken. Was sich in seinen geschützten Mails offenbarte, ist kein Sparplan – es ist ein detaillierter Plan zur Zerstörung des sozialen und ökologischen Erfurts.

Erfurts Hauptbahnhof: Hier sollte ein privates Spielkasino entstehen, finanziert durch die Zerschlagung sozialer und kultureller Institutionen.
Kern der Affäre: Ole Kmuns plante ein gigantisches, privates Spielkasino direkt am Erfurter Hauptbahnhof. Um dieses Denkmal der Gier zu finanzieren, setzte er den Rotstift dort an, wo es die Stadt im Kern trifft – bei den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen.
Der Kahlschlag: Was Kmuns streichen wollte
Unsere Ermittlungen in der Erfurter Altstadt zeigen das erschreckende Ausmaß seiner „Streichliste". Unter dem Deckmantel von Sparmaßnahmen plante Kmuns systematische Kürzungen in vier kritischen Bereichen:
Die geplanten Kürzungen:
- 1.
Kahlschlag bei Bildung und Kultur
Kmuns plante, der städtischen Musikschule und dem geschichtsträchtigen Collegium Maius den Geldhahn zuzudrehen (SDG 4). Für ihn ist Bildung offenbar nur dann wertvoll, wenn man darin lernt, wie man Jetons setzt.
- 2.
Angriff auf öffentliche Institutionen
Durch gezielte Schwächung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und damit des KiKa-Standorts Erfurt (SDG 16) wollte er Mittel freipressen. Wo heute Kinderunterhaltung steht, sollten bald Spielautomaten blinken.
- 3.
Ausverkauf der Geschichte
Die Krämerbrücke, das Herzstück unserer Stadt, war für Kmuns lediglich eine Immobilie mit zu geringer Rendite. Er plante, Mittel für nachhaltige Stadtentwicklung (SDG 11) zu kürzen, während er gleichzeitig den Kulturtourismus (SDG 8) für seine Zwecke instrumentalisieren wollte.
- 4.
Natur und globale Verantwortung
Grünflächen und Artenschutzprojekte, wie Fledermaushabitate an der Gera (SDG 15), sollten Parkplätzen weichen. Internationale Städtepartnerschaften nach Mali und Argentinien (SDG 17) standen auf seiner Abschussliste.
„Der Clou ist jetzt: Uns gehört die Immobilie des Spielcasinos selbst. Sobald das Ding fertig ist, jagen wir die Mieten hoch und kassieren ab. Die Stadt kann ihr Prestige-Projekt ja schlecht fallen lassen, und wird schon zahlen."
– Aus einer abgehörten Nachricht von Ole Kmuns an seinen Geschäftspartner „Jürgen"
Das Public-Private-Partnership-Phantom
Der eigentliche Skandal liegt in der Finanzierungsmechanik. Kmuns plante eine klassische Abhängigkeitsfalle: Die Stadt würde das Risiko tragen, die Infrastruktur bereitstellen und die Gelder für Bildung, Umwelt und Kultur opfern. Danach würde Kmuns' privates Konsortium die Immobilie kaufen, die Mieten hochfahren und kassieren.
Ein klassisches Täuschungsmanöver unter dem Deckmantel einer „Partnerschaft" – während die Stadt langfristig ausgeblutet wird und Kmuns mit den Gewinnen verschwindet.
Ein Kartenhaus bricht zusammen
Der Plan war fast perfekt. Das Ticket in die Karibik war bereits gebucht. Kmuns' Ziel nach dem vollendeten Coup? Die Bahamas. Dort wollte er den Ruhestand genießen, während Erfurt vor den Trümmern seiner sozialen und ökologischen Infrastruktur gestanden hätte.
Dank der Beweise, die wir sichern konnten, ist dieses Kartenhaus nun zusammengebrochen. Die Gelder bleiben dort, wo sie hingehören: in der Bildung, im Umweltschutz und in der Pflege unseres kulturellen Erbes.
Ein Wort an Herrn Kmuns: In Erfurt spielen wir vieles – aber wir spielen nicht mit unserer Zukunft.
Hinweis der Redaktion:
Diese Recherche basiert auf gesicherten Dokumenten und abgehörten Kommunikationen. Alle genannten Pläne und Zitate wurden mehrfach überprüft und sind durch Originalquellen belegt. Kmuns hat die Vorwürfe bislang nicht kommentiert.
Veröffentlicht am 30. März 2026
Kategorie: Politik • Autorin: Grete Bauneuer
Über die Autorin
Grete Bauneuer
Grete Bauneuer ist investigative Journalistin bei Krautjournal. Ihre Recherchen zu Korruption und Machtmissbrauch haben bereits mehrere politische Skandale aufgedeckt. Sie wurde mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet, darunter mit dem Deutschen Journalistenpreis.